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Gründächer können Regenwasser zurückhalten und speichern und damit den Spitzenabfluss bei Starkregen verzögern. Nur bei sehr starken Niederschlägen fließt zusätzlich Wasser ab, dies jedoch verzögert.
Je nach Speicherkapazität des Substrates sowie eingebauter Speicherschichten verbleibt ein Teil des Wassers auf dem Dach und wird dort von der Vegetation verwertet bzw. verdunstet. Kaum eine andere Methode der Flachdachdeckung kann sich in Bezug auf Dichtigkeit und Lebensdauer mit einem Gründach messen.
Die höhere Anfälligkeit unbegrünter Dachdichtungen ergibt sich aus den Einfluss uneingeschränkten Witterungseinflüssen durch Temperatur und UV-Licht, die die Dachdichtungen spröde machen.
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Bei einem Gründach ist die Dichtung unter der Substrat- und Pflanzenschicht wirksam geschützt, so dass die Lebensdauer um das vierfache verlängert wird. Unter dem Gründach schwankt die Temperatur an einem Tag durchschnittlich um 15 Grad, innerhalb des Jahres um ca. 35 Grad.
Auf unbegrünten Dachflächen können die Temperaturschwankungen am Tage bis zu 60 Grad und im Jahresverlauf über 100 Grad erreichen. Zudem schützen Vegetationsschichten die Dachdichtungen vor mechanischen Schäden. Nach bisher durchgeführten Langzeitversuchen und Untersuchungen sowie Erfahrungen gehen Fachleute bei fachgerecht ausgeführten Gründächern heute von einer Lebensdauer aus, die mit Ziegeldächern vergleichbar ist.Je nach Vegetation, Schichtdicke und Aufwand wird bei der Dachbegrünung zwischen Extensiv- und Intensivbegrünung unterschieden.
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| Extensivbegrünungen zeichnen sich durch vergleichsweise geringen Herstellungs- und Pflegeaufwand aus. Eine nur wenige cm starke Substratschicht trägt eine extrem anspruchslose, robuste und trockenheitsverträgliche Pflanzendecke, die sich selbst erhält. Die Pflege beschränkt sich auf 1-2 Kontrollgänge pro Jahr mit geringfügigen Eingriffen, wie Entfernung von Gehölzsämlingen.
Eine künstliche Bewässerung ist nach dem Anwachsen im Regelfall
nicht erforderlich. Aufgrund der vergleichsweise geringen Dachlasten
sind extensive Gründächer besonders für großflächige Begrünungen,
wie von Gewerbebauten und für nachträgliche Begrünungen, von nur
leicht belastbaren Dächern geeignet.
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| Wird auf entsprechend belastbaren Dächern und starken Substratschichten ein Dachgarten angelegt, dessen Vegetation aus anspruchsvollen Pflanzen (Gräser, Stauden und Gehölze) bestehen und auf intensive Pflege angewiesen sind, handelt es sich um eine intensive Dachbegrünung. Solche Grünflächen können mit Wegen, Liegewiesen, Sitzplätzen, Kinderspielbereichen und Wasserbecken gestaltet und wie ein Garten genutzt werden. Die Dachflächen müssen mit Brüstungen gesichert sein. Für den Bau einer intensiven Dachbegrünung ist bei der Baubehörde eine Genehmigung einzuholen.
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Durch das enorme zusätzliche Gewicht können intensive Dachbegrünungen meist nur an Neubauten durchgeführt werden. Oft scheidet diese Begrünungsform an bestehenden Bauten wegen der hohen Dachlast aus. Ein Kompromiss ist die einfache Intensivbegrünung, bei der auf hochwachsende Sträucher verzichtet wird.
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