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Warum?
Die Kombination von Regenwassernutzung und -versickerung wirkt
sich positiv auf die Umwelt aus und bietet technische Vorteile.
Regenwassernutzungsanlagen sparen Trinkwasser und tragen somit zur Schonung der
Wasserressourcen bei.
Die Versickerung von Regenwasser
ermöglicht die Abkopplung vom Kanalnetz und ist vorteilhaft für den lokalen
Wasserhaushalt. Die Nutzung und Versickerung von Regenwasser stellen keine Konkurrenz dar, sondern ergänzen sich in idealer Weise. Im folgenden werden die Vorteile der
Kombination aus Regenwassernutzung und Regenwasserversickerung dargestellt.
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Nutzen für die Anwender
Die wesentlichen Vorteile für die Anwender entstehen durch die vollständige
Abkopplung vom öffentlichen Kanalnetz. Bei der Planung muss die Höhenlage der
Kanalisation nicht mehr berücksichtigt werden. Dadurch ergeben sich mehr Freiheiten bei
der Planung. Zudem entfällt die notwendige Sicherung der Anlage gegen Rückstau aus dem
Kanal. Durch die gemeinsame Ausführung von Regenwassernutzungs- und
Regenwasserversickerungsanlage können Baukosten eingespart und die Abwassergebühren und
-beiträge gesenkt werden. |
Verbesserung der Qualität des zu versickernden Wassers
Vom Regenwasser mitgeführte und abgeschwemmte Feinstpartikel und Schadstoffe sollten
möglichst nicht in eine Versickerungsanlage gelangen. Feinstpartikel würden langfristig
zu einer Verschlämmung der Anlage führen, Schadstoffe könnten das Grundwasser
gefährden. Durch eine Vorgeschaltete Regenwassernutzungsanlage werden im Filter sowie
durch Sedimentation im Speicher Feinstpartikel abgeschieden und gelöste Schadstoffe durch
Fällung und Sorption im Speichersediment gebunden. Aufgrund der qualitativen Verbesserung
des Wassers in der Regenwassernutzungsanlage kann der Überlauf bei ausreichenden
Grundwasserabständen auch unterirdisch versickert werden. In machen Fällen wird darüber
hinaus durch eine Vorgeschaltete Regenwassernutzungsanlage eine Versickerung in
wasserwirtschaftlich sensiblen Gebieten somit überhaupt erst vertretbar.
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Erhaltung der natürlichen Abflussverhältnisse
Durch eine Kombination von Regenwassernutzung und Regenwasserversickerung wird am
ehesten der natürliche Zustand der Grundwasserneubildung auf Grundstücken vor der
Bebauung erhalten bzw. wiederhergestellt. Die natürliche Grundwasserneubildungsrate liegt
in der Regel nur bei 20 bis 50 Prozent der Niederschläge: Der Rest verdunstet oder
fließt oberirdisch ab. Die Versickerungsrate einer Regenwasserversickerungsanlage
beträgt bei gut durchlässigen Böden bis zu 90 Prozent der auf der versiegelten
Grundstücksfläche abgeführten Niederschläge. Somit wird durch eine reine
Versickerungsanlage die Grundwasserneubildung punktuell erhöht. In einer
Vorgeschalteten
Regenwassernutzungsanlage wird das zufließende Regenwasser von Dachflächen fast
vollständig genutzt. Dank der Versickerung des Speicherüberlaufs und des
Hofablaufwassers wird weitestgehend die natürliche Grundwasserneubildungsrate mit ca. 50
Prozent erreicht. |
Entlastung von Kanal und Kläranlage
Durch die vollständige Abkopplung des Regenwassers wird die bestehende
Kanalisation entlastet. Werden viele solcher Anlagen realisiert, kann eine
Sanierung von Kanälen und Rückhaltebecken unter Umständen entfallen. Zudem wird
die hydraulische Belastung der Kläranlage verringert und somit deren
Reinigungsergebnis verbessert. Die Menge des bei Starkregen in das Gewässer
geleiteten, ungeklärten Mischwassers wird durch die Kombinationsanlage
verringert. Bei Neubaugebieten kann der Bau eines Regenwasserkanals
ggf. vollständig entfallen. |
Beitrag zum Hochwasserschutz
Der Speicher der Kombinationsanlage kann in einer längeren Regenperiode, die
Hochwasser verursacht, mehrmals gefüllt werden. Dies stellt, neben der Abkopplung vom
Kanal, besonders bei kleinen Einzugsgebieten, einen Beitrag zum Hochwasserschutz dar.
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Kombination von Regenwassernutzung
und Versickerung - wie?
Kombinationen aus Regenwassernutzungs-
und Versickerungsanlagen setzen sich in der Regel aus einem Vorgeschalteten
Regenwasserspeicher und einer Nachgeschalteten Versickerungsanlage zusammen. Im folgenden
werden beispielhaft Ausführungsvarianten dargestellt.
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Regenwassernutzung mit Nachgeschalteter Versickerungsmulde
Das nicht nutzbare Überlaufwasser des Regenwasserspeichers wird einer flachen
Versickerungsmulde zugeführt. Vorteilhaft ist die einfache Bauausführung, die
Versickerung über eine belebte Bodenschicht, die Möglichkeit zur Versickerung auch bei
hohen Grundwasserständen sowie die Wartungsfreundlichkeit. Voraussetzungen sind ein
ausreichendes Platzangebot und geeignete Gefälleverhältnisse. |
Regenwassernutzung mit Nachgeschalteter Rohrrigole
Das Überlaufwasser des Regenwasserspeichers wird einer Versickerungsrigole zugeführt.
Rigolen sind mit Schotter oder Kies gefüllte und mit Boden überdeckte Körper. Sie
werden eingesetzt, wenn die Flächen zum Bau einer Mulde nicht ausreichen oder der
Speicherüberlauf zu tief unter dem Gelände liegt. |
Regenwassernutzung mit Versickerungsspeicher
Das Überlaufwasser des Regenwasserspeichers wird einer Versickerungsrigole zugeführt,
die in der Grube, die beim Aushub für den Regenwasserspeicher entstanden ist, angelegt
wird. Diese Variante ist Platz sparend, erfordert aber einem ausreichend großen
Grundwasserabstand. Die Systeme werden von Herstellern komplett angeboten.
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